Mitgliederversammlung - 2006
Wenige schultern umfangreiche Aufgaben
Wenn eine Mitgliederversammlung schwach besucht ist, dann haben die Mitglieder entweder kein Interesse oder sind voll und ganz zufrieden. Beim Kinderschutzbund Moosburg, der dieser Tage seine jährliche Mitgliederversammlung abhielt, scheint letzteres der Fall zu sein. Rund zehn Prozent der rund 230 Mitglieder hatten sich auf den Weg gemacht und erfuhren von der ersten Vorsitzenden, Sybille Banner, dass das Angebot des Kinderschutzbundes immer umfangreicher wird. Bevor die einzelnen Vorstandsmitglieder ihre Bereiche vorstellten, galt der besondere Gruß der Vorsitzenden dem Stadtrat Dr. Michael Stanglmaier und der Referentin des Abends, Silvia Niedermeier, die den „Weißen Ring“ vorstellte. Der Vorstand traf sich nicht nur zu elf Sitzungen, sondern stellte eine Reihe Veranstaltungen auf die Beine. Angefangen von einer Fahrt zur Allianz-Arena über ein Fußballturnier in Aich, wo zwei Tore unter der Schirmherrschaft von Bürgermeisterin Anita Meinelt eingeweiht wurden, bis hin zur erstmaligen Teilnahme am Herbstschauumzug oder dem Kurs „Starke Eltern, starke Kinder“. Kontaktpflege ist auch wichtig und so gab es Gespräche mit dem neuen Amtsrichter, der Polizei, der Stadtverwaltung und auch der Stadtjugendpflege. Mit den Worten: „Danke. Ohne euch Vorstandskollegen geht es nicht und ich spreche euch ein ganz dickes Lob aus.“ beschloss die erste Vorsitzende ihren Teil des Rechenschaftsberichtes. Der Kinderschutzbund Moosburg ist in vielerlei Projektgruppen organisiert. Klaus Mittelstädt kümmert sich seit 1990 um die Verkehrssicherheit und klagte, dass eher die Westumfahrung käme als die Querungshilfe am Stadtplatz. Um den Bereich der Babysitter und Tagesmütter kümmert sich in Zukunft Birgit Kerscher, die diese Aufgabe von Kurt Zieger übernahm. Die Babysittervermittlung ist nicht gefragt. Tagesmütter vermittelt der Kinderschutzbund seit knapp 15 Jahren. Durch die neue gesetzliche Lage brauchen Tagesmütter eine Qualifizierung durch das Landratsamt. Zwei Mütter haben sich dieser bereits unterzogen. Beim „Schnupperkindergarten“ gibt es drei Gruppen in Moosburg und zwei in Mauern. Im Moment sind in den Gruppen Plätze frei, weil einerseits die Kinderzahlen zurückgehen und andererseits die Möglichkeit besteht früher den regulären Kindergarten zu besuchen. Die Hausaufgabenhilfe, über die Ingrid Mittelstädt berichtete, gibt es im Moment nur noch an der Grundschule Süd. Gemeinsam mit einer Helferin kümmert sie sich um die Aufgaben und gibt bei Bedarf Hilfestellung. Die Mittagsbetreuung an beiden Grundschulen wird sehr gut angenommen. Zwei Stunden betreuen Regina Sorger und drei Helferinnen rund 40 Kinder an der Grundschule Süd. Petra Voggenreiter und zwei Damen kümmern sich in der Grundschule Nord um 25 Kinder. Durch das neue Kindergartengesetz sind die Deutschkurse für türkische Vorschulkinder ein „Auslaufmodell“ geworden. Hier möchte, wie Sybille Banner referierte, der Kinderschutzbund ein neues Konzept andenken. Die Kinder sollen einen Kurs besuchen, sobald die muttersprachliche Entwicklung abgeschlossen ist wie die Leiterin, Ingeborg Grill, ausführte. Schatzmeisterin Renate Schmid vermeldete beim Kassenbericht nur positive Dinge. Das Defizit des letzten Jahres habe sich mit einem Überschuss von 5000,-€ für das Jahr 2006 in ein kleines Plus verwandelt und alle Gruppen tragen sich selber. Nachdem Kurt Zieger und Klaus Mittelstädt eine ordentliche Kassenführung bescheinigten, stand einer einstimmigen Entlastung nichts mehr im Wege. Die Vorsitzende ehrte mehrere Mitglieder für zehnjährige Mitgliedschaft und überreichte eine Urkunde sowie ein kleines Geschenk.

Der Vortrag von Silvia Niedermeier über Aufgaben und Ziele der Opferhilfsorganisation „Weißer Ring“ schloss sich an. Der Kinderschutz-bund ist aus Moosburg und Umgebung wegen seiner vielen Projekte nicht mehr wegzudenken. Vielleicht braucht man im nächsten Jahr die Mehrzweckhalle am Viehmarktplatz, denn auf das von einigen Engagierten Geleistete können die rund 230 Mitglieder stolz sein.
© 2006 Bericht und Foto: Markus John
